Policy and practice
Aufnahme
Last reviewed: 2026-09-21T11:09:07.205Z
Überblick
Alle jungen Menschen sollten die Möglichkeit haben, an Exkursionen teilzunehmen. Bildungsreisen bieten wertvolle Lern- und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, und die Einrichtungen sollten angemessene Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass diese Erfahrungen allen Teilnehmern zugänglich sind.
Nach dem Gleichstellungsgesetz von 2010 ist es rechtswidrig, Personen aufgrund geschützter Merkmale wie Behinderung, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsumwandlung, Schwangerschaft oder Mutterschaft zu diskriminieren. Schulen müssen angemessene Vorkehrungen treffen, um zu verhindern, dass Teilnehmende erheblich benachteiligt werden.
Planung für Inklusion
Inklusive Praktiken sollten von Beginn der Planung an berücksichtigt und vorausschauend gestaltet werden. Bei der Planung von Besuchen sollten Herausforderungen antizipiert und angemessene Anpassungen vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass Aktivitäten, Veranstaltungsorte und Arrangements es den Teilnehmenden ermöglichen, gemeinsam mit Gleichaltrigen teilzunehmen.
Bei der Planung sollte Folgendes berücksichtigt werden:
- Individuelle Bedürfnisse, Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien
- Zugänglichkeit von Veranstaltungsorten und Aktivitäten
- Angemessene Personalstärke oder fachliche Unterstützung, wo erforderlich
- Notfälle
Aufgrund von Etiketten oder Diagnosen sollten keine Annahmen getroffen werden. Gegebenenfalls sollten die Sonderpädagogin/der Sonderpädagoge und andere relevante Mitarbeiter frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden.
Jegliche Anpassungen sollten die Teilhabe ermöglichen, ohne die Sicherheit oder den Kernzweck der Aktivität zu beeinträchtigen. Wo eine vollständige Inklusion nicht möglich ist, müssen Entscheidungen auf klaren und nachvollziehbaren Gründen und nicht auf unfairer Diskriminierung beruhen.
Es sollte auch darauf geachtet werden, indirekte Diskriminierung zu vermeiden, beispielsweise durch die Planung von Besuchen, die unbeabsichtigt Teilnehmer aufgrund religiöser Praktiken oder anderer geschützter Merkmale ausschließen.
Besuche und Einrichtungen für stationäre Patienten
Bei Besuchen in Wohnheimen muss besonderes Augenmerk auf Privatsphäre, Würde und Sicherheit gelegt werden. Schüler und Eltern oder Erziehungsberechtigte sollten gegebenenfalls die Möglichkeit haben, die Unterbringungsmodalitäten zu besprechen.
Das DfE-Maßnahmenpaket „Kinderschutz in der Bildung 2026“ besagt: „Um ihrer Schutzpflicht nachzukommen, dürfen Schulen und Hochschulen es einem Kind nicht gestatten, mit einem Kind des anderen biologischen Geschlechts in einer gemeinsamen Unterkunft zu übernachten. Die Unterstützung eines sozialen Übergangs jeglicher Art darf nicht die Gewährung des Zugangs zu Internats- oder Wohnheimplätzen beinhalten, die für das andere Geschlecht vorgesehen sind.“
Bei Besuchen mit Gastfamilienaufenthalt sollten die Gastfamilien sorgfältig ausgewählt und geprüft werden, um sicherzustellen, dass die Unterbringung für alle Teilnehmenden sicher und förderlich ist. Persönliche Daten von Schülerinnen und Schülern dürfen nur mit deren Einwilligung weitergegeben werden.
Verhalten und Teilnahme
Der Ausschluss eines Teilnehmers von einem Besuch sollte die letzte Option sein. Entscheidungen sollten in Absprache mit den zuständigen Mitarbeitern und den Eltern oder Erziehungsberechtigten getroffen werden.
In manchen Fällen kann Verhalten Risiken bergen, die nicht sicher bewältigt werden können. Wenn Verhalten mit einem geschützten Merkmal zusammenhängt, muss darauf geachtet werden, dass Entscheidungen fair und verhältnismäßig sind und Teil eines umfassenderen Verhaltensmanagementprozesses darstellen.
Ist ein Ausschluss unvermeidbar, sollten alternative Lernmöglichkeiten in Betracht gezogen werden. Schulausflüge sollten nicht als Belohnung oder Bestrafung eingesetzt werden, die nicht mit ihrem Bildungszweck in Zusammenhang steht.
Förderung positiver Erfahrungen
Inklusive Planung trägt dazu bei, dass Bildungsbesuche für alle Lernenden sicher, einladend und gewinnbringend sind. Indem individuelle Bedürfnisse frühzeitig berücksichtigt und eng mit Mitarbeitenden, Familien und Teilnehmenden zusammengearbeitet wird, können Einrichtungen sinnvolle Teilhabemöglichkeiten für alle schaffen.
Häufig gestellte Fragen
Links zu weiterführenden Informationen:
Die nationalen OEAP-Richtlinien finden Sie unter https://oeapng.info